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Bed of Roses
Technik: Wörter sammeln, aus dem Wort "Rose"


Immer wieder spielte der CD Player dieses Lied. I will lay you down, on a bed of roses.
Oh ja, wo ist er denn, der Rosenkavalier, das einen auf Rosen bettet? For a night I sleep on a bed of nails.

Die Zeilen des Liedes inspirieren zu tieferen Gedanken.

Er erhob sich von seinem Bett, starrte zum Fenster heraus und hoffte, dass die Nächte in denen er auf seinem Nagebett geschlafen hatte nun vorbei waren.
Wieder begann der Song von neuem.

Als es an der Tür läutete, wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Er stürzte aus seinem Zimmer und rief schnell: "Ich mach schon auf!"

Vor der Tür stand Er, (Mark),der neue Schüler aus seiner Klasse. Er bat ihn hinein und sie unterhielten sich in seinem Zimmer, über belanglose Dinge.
Eine gewisse Spannung lag in der Luft, genau wie an dem Tag, an dem sie sich das erste mal gesehen hatten.

"Magst du dieses Lied eigentlich sehr?", fragte Mark.
Völlig abwesend bemerkte er, dass der CD Player immer noch in der Wiederholung den einen Song spielte und antwortete dann:
"Ich höre ihn, wenn ich traurig bin."
"Bist du denn jetzt traurig?"
"Momentan nicht, aber bevor du hergekommen bist!"
"Was hat dich denn so traurig gemacht?"
"Ich weiß nicht, ob ich dir das erzählen soll?"
"Musst du ja nicht!"
Diese Gleichgültigkeit in der Stimme des anderen, ärgerte ihn irgendwie, andererseits animierte sie ihn aber auch dazu, mehr zu erzählen.
Seltsam, war man es gewohnt auf Gleichgültigkeit zu stoßen, dass sie einen schon gar nicht mehr aufregte? Oder tat man aus Trotz dann genau das, was dem anderen scheinbar gleichgültig war?

"Liebeskummer!", entgegnete er, in eben jenem gleichgültigen Tonfall.
"Und jetzt hoffst du auf einen, der dich auf Rosen bettet?", fragte der andere ihn abfällig.
"Ich rede nicht mit dir über solche privaten Dinge, wenn du sie so abfällig kommentiertst!"
"Verzeihung!"
"Wieso sind Jungs nur immer so...?"
"So? Wie?"
"So wie sie eben sind. Schau dich an, du bist das perfekte Beispiel!"


vom 29 Oktober 2001